Die Welt ist ein Spiegel

Die Welt ist ein Spiegel

Wenn du in den Spiegel schaust, was siehst du?
Und wenn du aus dem Fenster schaust, was siehst du?
Ist es nicht irgendwie das gleiche?

Im Spiegel sehe ich einen Versager, schaue aus dem Fenster und sehe viele Looser – Gleichgesinnte – und denke mir, ich habe ja nichts falsch gemacht, die Welt produziert halt Opfer. So ist es.

Im Spiegel sehe ich den Macher, schaue aus dem Fenster und sehe viele Schöpfer, neben den leider Millionen Opfern, und denke mir, wow, von meiner Sorte gibt es viele und von denen will ich was lernen, wo ich noch wachsen kann. Lass uns anpacken!

Dann gibt es das Phänomen des Nicht-Gesehenwerdens, ich suche permanent nach Bestätigung und An-erkennung, usw. im Außen. Doch was sagt das Spiegelbild? Wen sehe ich beim Anblick in den Spiegel? Sehe ich mich denn selber? Wenn nicht, dann brauche ich mich nicht auch wundern, dass andere mich nicht sehen, wenn ich mich selbst nicht sehe oder an-erkenne. Und wenn ich mich selbst erkenne, dann ist doch Wurscht, ob andere Menschen mich sehen oder nicht oder was die über mich denken. Es wäre schön, durchaus, doch am Ende wäre es sowieso wie eine externe Droge – wie Zucker – und ich wäre von außen leichter lenkbar. Siehe die ganzen Psychopathen im Weltgeschehen, die nach dem Gesehenwerden nachjagen und nur Sklaven von anderen sind.

Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich das größte Mysterium, ein Geheimnis, das darauf wartet, entdeckt zu werden. Wer bin ich? Woher komme ich? Warum bin ich hier? Und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich die Welt als ein Mysterium, ein Geheimnis. Wie ist es entstanden? Aus dem Nichts? Warum ist es entstanden? Reisen ist super, da habe ich überhaupt nichts dagegen, doch brauche ich beim Anblick in den Spiegel und in mein Inneres, kein Fortbewegungsmittel, kein Geld, usw. Es ist immer da, hat keine Grenzen und ist offen für mein Bewusstsein, jederzeit, es will ent-deckt werden. Der tiefe Blick ist goldwert, sogar noch besser als Gold!

Das volle Zitat erspare ich dir, wo es darum geht, dass Gott drei Engel beauftragte, die Wahrheit zu verstecken. Der dritte Engel sagte, er habe die Wahrheit im Menschen selbst versteckt, da, wo die wenigsten darauf kämen und danach suchen würden.

Shaolin-Meister Shi Heng Yi sagte: „Das Leben, das Leben selbst, stellt die Fragen und du bist hier auf der Erde, um die Antworten zu geben.“ Und solche externen Situationen wie damals zu C-Zeiten haben mir den Spiegel vorgehalten, um mich zu erkennen, mich zu testen, wo meine Prinzipien und Grenzen sind, und was ich in NS-Zeiten tun würde, etc. Diesem externen Spiegel war ich sehr dankbar, weil er mir sehr viel über mein internes Spiegelbild gezeigt hat. Genauso verhält es sich mit Situationen oder Verhalten anderer Menschen, die in mir was triggern. Es lädt mich in diesem Augenblick ein, genau hinzuschauen, was in mir nicht stimmt. Wenn derjenige korrekt liegt, habe ich noch ein Problem damit in/mit mir. Ist derjenige wirklich „gaga“ und es triggert mich immer noch, dann muss ich mich fragen, warum und ggf. meine Einstellung feinjustieren.

Die Welt ist (nur) ein Spiegel, es zeigt mir mein Spiegelbild. Es ist die Reise in die Welt der Spiegel.

Ich lade dich hiermit herzlich ein, dein Leben als Astronaut (Astro- zu griechisch ástron = Stern[bild], -naut zu griechisch naútēs = Seemann) langsam zu kündigen, oder dem wenigstens nur in Teilzeit oder als MiniJob nachzugehen, und dich lieber selber einstellst zum Psychonauten (Psyche zu griechisch psȳchḗ = Seele). Das Gehalt ist goldwert, ja sogar noch besser als Gold!

Wer sich nicht selbst erkennt, weiß gar nichts.

Marcus Tullius Cicero (106 v.Chr. bis 43 v.Chr., röm. Politiker, Anwalt, Schriftsteller, Philosoph)
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Wasilij